Unbestechliche Ärzte in Deutschland

Das “no free lunch” Netzwerk von Ärzten, die sich nicht bestechen lassen heißt in Deutschland MEZIS, also “mein essen zahle ich selbst”. Christiane Fischer ist Geschäftsführerin der MEZIS und Mitglied im deutschen Ethikrat und heute Gast im Körperkunde Podcast. Mit ihr spreche ich über die Initiative der unbestechlichen Ärzte und Ärztinnen und darüber, wie Bestechung in unserem Gesundheitssystem stattfindet und was das für Auswirkungen auf das gesamte System und jeden einzelnen Patienten hat. 

 

Sponsoring und Beeinflussung im Gesunheitssystem

Hier findest du diese Folge auch als Video.

Links zur Folge:

Die Reziprozitätsregel

eine der Mechanismen mit denen Ärzte und Ärztinnen beeinflusst werden

Stell dir vor, du triffst dich mit einem anderen Menschen zum Essen. Ihr wollt gehen und dein Gegenüber übernimmt die komplette Rechnung. Ihr kanntet euch vorher nicht gut und du bist erstaunt, erfreut und gleichzeitig hast du ab jetzt auch das Gefühl, diesem Menschen irgendwann mal wieder etwas zurück geben zu wollen. Das besagt auch die Reziprozitätsregel: Menschen, die etwas erhalten, sind motiviert dafür eine Gegenleistung zu erbringen. 

Es ist in Deutschland natürlich untersagt, dass Ärzte und Ärztinnen in ihrem Verschreibungsverhalten und auch sonst in ihren Entscheidungen beeinflusst werden. Stell dir aber einmal vor, dass Frau Dr. Schmidt (Name frei gewählt) vom Pharmaunternehmen “Y” regelmäßig zum Essen eingeladen wird, eine Fortbilldung samt Anreise, Unterbringung im vier Sterne Hotel und Verpflegung oder einen sehr gut honorierten Vortrag auf einem Symposium halten darf. In diesem Fall greift unterbewusst für die Frau Dr. und sehr bewusst vom beauftragten Pharmaunternehmen die Reziprozitätsregel und ganz automatisch wird unsere Ärztin die Produkte vom besagten Pharmaunternehmen eher verschreiben und empfehlen.

Wie Ärzte und Ärztinnen beeinflusst werden können…

Christiane Fischer von den MEZIS erklärt einige Methoden, mit denen das Verschreibungsverhalten und das Vorgehen von Ärzten beeinflusst wird.

Eine Möglichkeit um Ärzte zu beeinflussen ist es, ihnen kostenfreie Fortbildungen in guten Hotels mit schönem Essen zu sponsern und natürlich auch die Inhalte danach anzupassen, dass die richtigen Inhalte vermittelt werden. Ich war auch schon mal auf zwei Ärzte-Fortbildungen zum Thema Darmgesundheit. Im Gegensatz zu physiotherapeutischen Fortbildungen sind sie günstiger, finden in guten Hotels mit leckerem Mittagessen statt. Außerdem habe ich eine Tasche mit allerhand Infomaterial und Produktproben der drei beteiligten Pharmaunternehmen bekommen und einen kostenlosen Darmtest zum ausprobieren des Verfahrens. Damals fand ich das richtig gut und rate mal, welche Präparate ich bis vor einiger Zeit immer fleißig empfohlen habe? Na klar, die die ich kannte, wo ich die Broschüren eh im Schrank hatte und dessen Namen mir geläufig sind. Genau so wird es auch in der Arztpraxis laufen….

Frau Dr. med. Christiane Fischer erklärt im Interview noch viele weitere Mechanismen und Vorgehensweisen, sowie kleine Tricks der Pharmaindustrie, damit ihre Präparate auch an den Patienten oder die Patientin gelangen.

Ich empfehle dir: Hör gut zu, sag es gerne weiter und teile dieses Interview. Sei einfach achtsam und ruhig ein bisschen kritisch mit dem was dein Arzt dir als Behandlungsmethode vorschlägt. Mitdenken und hinterfragen ist auch oder vielleicht gerade in unserem Medizinsystem angesagt! Mittlerweile haben sich viel Ärzte den MEZIS angeschlossen und vielleicht gibt es auch in deiner Nähe einen Arzt oder eine Ärztin, der/die unbestechlich ist und die du gerne als Ansprechperson in deiner Nähe nutzen kannst. Auf der Webseite der MEZIS findest du viele Informationen dazu.

 

 

Ich sende dir liebe Grüße und vor allem Gesundheit

Deine Lisa

 

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